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Wütende ArcelorMittal-Stahlarbeiter protestieren gegen Stellenabbau [Financial Times Deutschland, Luxemburger Wort]
Auch der weltgrößte Stahlkocher ArcelorMittal leidet unter der Krise. Die Produktion werde wegen des Absatz-Einbruchs konzernweit bis Ende Juni um 50 Prozent gedrosselt bleiben, sagte Konzernchef Lakshmi Mittal am Dienstag auf der Hauptversammlung in Luxemburg. Es gebe allerdings "Anzeichen auf Besserung".
Drinnen tagten rund 200 Aktionäre auf der Hauptversammlung des weltgrößten Stahlkonzerns ArcelorMittal - draußen brodelte der Volkszorn: Hunderte Stahlwerker griffen den Luxemburger Firmensitz aus Protest gegen Stellenstreichungen und Kurzarbeit mit Pflastersteinen und Metallzäunen an. Die aufgebrachte Menge versuchte zudem, die Eingangstür des Gebäudes aufzubrechen, das von Bereitschaftspolizisten geschützt wurde.
Etwa 2000 Stahlarbeiter aus Belgien und Frankreich haben am Dienstagvormittag mit Gewalt vor dem Luxemburger ArcelorMittal-Hauptsitz für die Sicherung ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Rund 20 Demonstranten schlugen eine gläserne Eingangstür zu dem Gebäude in der Avenue de la Liberté ein und warfen mit Knallkörpern, Steinen und Absperrgittern.